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Seebestattung

Die Seebestattung ist eine besondere Form der Naturbestattung, bei der die Asche eines Verstorbenen in einer wasserlöslichen Urne dem Meer übergeben wird. In Deutschland findet diese Bestattungsart meist in der Nordsee oder der Ostsee statt, kann aber auch am Mittelmehr und dem Atlantik durchgeführt werden.

Die Seebestattung bietet einen Ruheohrt in dem tiefen Trost des Meeres und lässt kostbare Erinnerungen weiter hinaustreiben

Ablauf einer Seebestattung

Der Ablauf einer Seebestattung ist routiniert und klar geregelt:

  • 1
    Beratung und Planung
    Angehörige wählen Bestatter, Seegebiet und Termin. Auch eine Bestattungsvorsorge ist möglich.
  • 2
    Einäscherung
    Da nur Urnen beigesetzt werden dürfen, erfolgt zunächst die Feuerbestattung.
  • 3
    Beisetzung auf See
    Die Urne wird auf dem Schiff feierlich ins Meer gelassen. Häufig wird dabei Musik gespielt oder ein Redner spricht.
  • 4
    Erinnerungsurkunde
    Angehörige erhalten eine Seekarte mit den Koordinaten der Beisetzungsstelle.
  • 5
    Gedenkfahrten
    Viele Familien unternehmen später eine Gedenkfahrt zur Position der Beisetzung.

Die Vorzüge der Ruhe im Gemüt der Wellen

Die Beisetzung erfolgt in einer ruhigen und würdevollen Umgebung auf See und schafft einen besonderen Ort des Erinnerns in der Weite des Wassers. Diese Bestattungsform gilt als naturnah und nachhaltig, da eine biologisch abbaubare Seeurne verwendet wird und kein klassisches Grab auf einem Friedhof erforderlich ist. Dadurch entfällt die Grabpflege vollständig, während Angehörige dennoch persönliche Abschiedszeremonien auf einem Schiff gestalten können. Gleichzeitig sorgt die dauerhafte Grabruhe im Meer für Beständigkeit und Frieden. Da keine Friedhofsgebühren, Grabsteine oder langfristigen Folgekosten entstehen, ist eine Seebestattung günstiger.